Nordse(e)hen

Stefan Petry / Trips / / 0 Kommentare


es war schon irgendwie ein komisches gefühl, als ich nach rund 28 jahren an den ort zurückkehrte, der mich “stand by me”-mäßig in einem sommer zumindest ein bischen erwachsener werden lies. in meinem fall – zum glück – ohne leiche. irgendwo zwischen melancholie, kindlicher neugierde und der puren verzweiflung, weil man sich zu erinnern versucht, die lücken aber bleiben, lag der fokus aber vor allem natürlich darauf, bärline einen ersten unvergesslichen urlaub zu bereiten. das ich nach ostse(e)hen und bodense(e)hen die chance nutzen würde meine se(e)hen-serie weiter fort zu führen stand wohl von vornherein außer frage.

früher war weniger beton, aufs wetter kann man sich noch immer nicht verlassen und immer wenn man an den strand will ist ebbe. damit ist eigentlich alles schon ganz gut zusammengefasst. die rauszuhörende negative tendenz ist aber falsch. gut, das mit dem beton ist schade, aber zumindest die anderen beiden punkte können auch überaus positiv sein. wind, regen und ne ordentliche sturmflut gehören an der nordsee halt einfach dazu. und wer mit schlick und watt-würmern nichts anfangen kann, dem fehlte in der kindheit halt einfach was. soweit ist bärline zwar noch nicht, aber spaß hatte sie dank der hiesigen fauna trotzdem mehr als genug. außerdem, bei knapp vier stunden fahrt wird es sicher noch die ein- oder andere spätere gelegenheit geben. gut, es sei denn man wartet wieder 28 jahre.

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© Stefan Petry Photography

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